Sauberkeit
und Hygiene sind im Bad besonders wichtig. Deshalb gehört die regelmäßige
Reinigung des Badezimmers auch zur Routine beim Haushaltsputz. Doch während
hier in erster Linie an das WC und das Waschbecken gedacht wird, sollten auch
die Badarmaturen nicht
vernachlässigt werden. Durch den Wasserdurchlauf kann sich an diesen nämlich
Kalk bilden, der unter Umständen die Funktion der Armaturen einschränkt und
zudem einen Nährboden für Bakterien darstellt. Dabei muss die Reinigung gar
nicht so kompliziert sein, wie vielleicht angenommen. Wie Sie Armaturen wie den
Wasserhahn entkalken
können, erfahren Sie hier.
Wasserhahn entkalken (mit & ohne Ausbau)
Wasserhahn entkalken (mit & ohne Ausbau)
Zu den
meist genutzten Armaturen im Bad gehört zweifellos der Wasserhahn. Das Entkalken ist hier
entsprechend wichtig und sollte regelmäßig erfolgen. Wie oft genau hängt von
unterschiedlichen Faktoren ab, etwa der Häufigkeit der Nutzung. Auch die
Wasserhärte spielt eine Rolle, besonders hartes Wasser führt zu erhöhter
Kalkbildung. Auf jeden Fall sollte man den Wasserhahn entkalken, sobald die weißen
Ablagerungen mit bloßem Auge zu erkennen sind. Glücklicherweise lässt sich die
Reinigung hier mit wenig Aufwand und ein paar Hausmitteln durchführen. Schritt
für Schritt gehen Sie am besten so vor:
1. Wasserhahn reinigen
Bevor Sie den Kalk am Wasserhahn entfernen, sollten Sie ihn gründlich reinigen.
Hier genügen wie üblich Wasser und normales, nicht zu aggressives
Reinigungsmittel. Anschließend sollte der Wasserhahn abgetrocknet werden.
2a. Wasserhahn entkalken (ohne Abschrauben)
Wer Kalk vom Wasserhahn entfernen will, muss nicht
sofort zum Werkzeug greifen. Denn auch ein Luftballon oder ein Gefrierbeutel
sowie eine Zahnbürste können hier schon gute Dienste leisten.
Der Luftballon bzw. Gefrierbeutel wird
dabei mit einem Gemisch aus Wasser und dem Entkalker der Wahl befüllt. Dann
wird er so über den kompletten Wasserhahn gestülpt, dass dessen vorderes Ende –
der sogenannte Perlator, auch Mischdüse, Strahlregler oder manchmal einfach
Sieb genannt – komplett mit dem Gemisch bedeckt ist. Mit einem Gummiband kann der
Beutel dann befestigt werden.
Je nach Verkalkungsgrad und Konzentration
des Entkalkers sollte die Armatur unterschiedlich lange einweichen.
Anschließend können Sie den Beutel abnehmen und mit einer Zahnbürste Kalkreste
entfernen. Spülen Sie die Teile anschließend gründlich ab.
Tipp: Bei nicht
zu starker Verkalkung reichen schon einmal 20 Minuten zum Einweichen, manchmal
empfiehlt sich eher ein Einweichen über Nacht. Falls Sie unsicher sind, kontrollieren
Sie regelmäßig, ob sich bereits Kalk gelöst hat und wählen Sie keinen zu langen
Zeitraum. Sofern nach dem Putzen dann noch Kalk am Wasserhahn verbleibt, können Sie den Schritt
noch einmal wiederholen.
2b. Wasserhahn entkalken (mit Abschrauben)
Je nach Modell der Armatur und Stärke des
Verkalkungsgrads kann es sich auch anbieten, den Perlator abzuschrauben. Bei
den meisten Armaturen geht dies leicht, zum Teil sogar mit der Hand.
Andernfalls kann eine Zange helfen, wobei darauf geachtet werden sollte, die
Armatur nicht zu zerkratzen. Der Ablauf des Waschbeckens wird vorher besser
verschlossen, um zu vermeiden, das versehentlich etwas im Abfluss verschwindet.
Der Perlator kann dann einfach in seine
drei Teile zerlegt werden – Sieb, Mutter und Dichtungsring. Die Mutter und das Sieb des Wasserhahns entkalken Sie
ebenfalls durch das Einweichen in einem Gemisch aus Entkalker und Wasser. Den
Dichtungsring sollten Sie nicht hinein legen, da sich Kalk an diesem einfach
abputzen lässt und der Kunststoff durch den Entkalker porös werden kann.
Nach dem Einweichen werden alle Teile mit
Wasser abgespült. Dies bietet den Vorteil, auch grundsätzlich das Wasserhahn-Sieb zu reinigen
und eventuelle sonstige Verschmutzungen entfernen zu können. Anschließend kann
der Perlator wieder zusammengesetzt und am Wasserhahn angebracht werden.
3. Wasserhahn-Drehgriff entkalken
Wenn die Drehgriffe am Wasserhahn sich nicht mehr so
leicht bewegen lassen, ist dies oft ein Anzeichen für Verkalkung. Hier
empfiehlt es sich zunächst, eine Reinigung von außen zu versuchen. Die gleiche
Mischung wie im zweiten Schritt kann hier verwendet werden, zudem ein Tuch oder
eine Zahnbürste. Je nach Design der Armatur können Sie diese beim Einweichen
aus Schritt zwei unter Umständen auch komplett mit einem
Luftballon/Gefrierbeutel umschließen und auf diese Art reinigen.
Führt auch das nicht zum Ziel, müssen die Drehgriffe am verkalkten Wasserhahn
abgeschraubt werden. Anschließend können diese wie in Schritt zwei in dem
Entkalker-Gemisch eingeweicht und anschließend von Kalkrückständen befreit
werden. Nach darauffolgendem Abspülen können sie dann wieder angebracht werden.
Übrigens:
Beim Feature EasyClean von Duravit lassen sich Kalk- und
Schmutzablagerungen am Perlator einfach mit dem Finger abrubbeln. So lässt sich
noch deutlich einfacher und schneller der Wasserhahn entkalken.
Mischbatterie & Duschkopf entkalken
Mischbatterie & Duschkopf entkalken
Duschkopf entkalken
Die
meisten Duschköpfe sind heutzutage an der Strahlscheibe
zumindest teilweise aus Kunststoffen wie Silikon gefertigt. An diesen Stellen
kann der Kalk meist einfach abgerubbelt werden. Verwenden Sie hier besser keine
Bürste, wenn Sie Ihren Duschkopf
entkalken: Die Düsen von modernen Duschköpfen könnten so beschädigt
werden. Kalkablagerungen an Metallteilen lassen sich dagegen meist mit einem
Tuch, mit einem Entkalker-Gemisch oder eben einer Zahnbürste abreiben. Falls
der Duschkopf keine Kunststoffteile aufweist, kann er genau wie der Perlator am
Wasserhahn eingeweicht und anschließend entkalkt werden. Im Fall einer fest
montierten Kopfbrause lässt sich die Strahlscheibe oft auch einfach
herausnehmen und ist zum Teil sogar spülmaschinenfest. Den restlichen Duschkopf entkalken Sie dann
ebenfalls wie den Wasserhahn.
Mischbatterie entkalken
Im Fall von Kalk an der Mischbatterie empfiehlt sich
eine Reinigung von außen. Ist dies nicht möglich, wird das Mischbatterie-Entkalken ohne Ausbau
in der Regel schwierig. Das genaue Vorgehen kann sich hier je nach Modell
unterscheiden, im Anschluss können Sie die Mischbatterie aber in einem
Entkalker-Gemisch einweichen.
Andere Armaturen entkalken
Andere Armaturen entkalken
Was
funktioniert, um den Wasserhahn oder den Duschkopf zu entkalken, lässt sich auch bei anderen
Armaturen im Bad anwenden. Wer etwa mit Kalk an den Badewannen-Armaturen zu tun
hat, der kann genauso vorgehen, wie zuvor beschrieben. Denn der Wassereinlauf
lässt sich hier wie der Wasserhahn
entkalken, während Wannenmischer und Brause sich wie die Mischbatterie
der Dusche und der Duschkopf
entkalken lassen. Auch Bidet-Armaturen lassen sich auf diese Weise vom
Kalk befreien.
Welche Mittel eignen sich als Entkalker für Wasserhahn & Co.?
Welche Mittel eignen sich als Entkalker für Wasserhahn & Co.?
Wenn Sie den
Wasserhahn oder die Dusche
entkalken wollen, sollten Sie das richtige Mittel verwenden. Dieses
sollte nicht zu aggressiv sein. Im Handel gibt es zwar vorgemixte Entkalker mit
Anweisungen zur Anwendung, diese fallen aber oft recht stark aus. Deshalb
empfiehlt es sich häufig, um zum Beispiel Kalk am Wasserhahn zu entfernen, zum Hausmittel zu
greifen.
Essig:
Das
Wasserhahn-Entkalken mit Essig
gelingt ganz einfach in einem Mischverhältnis von etwa 1:1 mit Wasser. Bei der
stärkeren Essigessenz reicht sogar ein Verhältnis von 1:4.
Zitronensäure:
Auch
Zitronensäure kann verwendet werden, um den Wasserhahn oder Duschkopf zu entkalken. Hier
empfiehlt sich ein Verhältnis von 1:2 zwischen Zitronensäure und Wasser.
Zitronensäure
ist weniger aggressiv als Essigsäure. Entsprechend ist sie schonender für die
Armaturen – bei stärkeren Verkalkungen ist Essig aber effektiver. Hier sollten
Sie entsprechend anhand des Verkalkungsgrads abwägen. Andere, stärkere Säuren,
wie Ameisensäure, Phosphorsäure oder auch Scheuermittel sollten dagegen genauso
wie raue Schwämme oder gar Drahtschwämme komplett vermieden werden. Sie würden
die Armaturen beim Entkalken
beschädigen. Kunststoffteile sollten wie erwähnt zudem nie eingeweicht und nur
mit besonders sanften Lösungen gereinigt werden. So kann beispielsweise eine
Mischung aus warmem Wasser und Backpulver verwendet werden.
Wie Kalk entsteht und wie man Kalkbildung vorbeugt
Wie Kalk entsteht und wie man Kalkbildung vorbeugt
Kalk ist
stets im Leitungswasser enthalten und für sich genommen auch noch nicht
schädlich. Für den menschlichen Körper stellt der übliche Kalkgehalt
entsprechend auch kein Gesundheitsrisiko dar. An den Armaturen lagert er sich
grundsätzlich wenig ab, erst wenn Wasser erhitzt oder abkühlt, wird die
Verkalkung beschleunigt. Auch bei einem höheren Härtegrad bildet sich mehr
Kalk.
Um der
Bildung von Kalk vorzubeugen und nicht andauernd Wasserhahn und Duschkopf entkalken zu
müssen, helfen folgende Schritte:
Regelmäßige Reinigung:
Badarmaturen
sollten wenigstens einmal die Woche mit mildem Reiniger gesäubert werden.
Abtrocknen der Armaturen:
Werden
die Armaturen bei der Nutzung nass, empfiehlt es sich, diese anschließend
abzutrocknen.
Wasserfilter:
Die
Effektivität von Wasserfiltern gegen Kalk ist umstritten. Bei hohen Härtegraden
des Wassers kann aber über den Einsatz nachgedacht werden.